Der Proband (2014)

15 Jahre Junges Theater Winterthur
2007 bis 2009 stand der Verein Mitten in einem Generationenwechsel. Alte, erfahrene Kräfte gingen, neue, motivierte kamen. Deshalb wurde das 10-jährige Jubiläum 2009 nicht vergessen – aber die personellen Ressourcen fehlten, um eine Jubiläumsfeier zu organisieren.
Fünf Jahre später sollte alles anders aussehen. Die damalige Umstrukturierung brachte neue Energie in den Verein. Das 15-Jahre-Jubiläum wollte man richtig ausgiebig feiern. Dazu mietete man das Theater Winterthur für vier Tage und führte drei Mal die Eigenproduktion „Der Proband“ auf. Möglich machten dies zahlreiche Sponsoren und Gönner – aber auch die Tatsache, dass der Regisseur und Autor des Stückes, Miro Hintermüller, schon einige Male im Theater Winterthur auf der Bühne stand. So konnte er ungefähr abschätzen, was möglich war und was nicht.
In der Jubiläumsproduktion vom Jungen Theater Winterthur wird das Publikum in die tragische Welt vom Probanden Alex Studer entführt. In der poetischen Inszenierung geht es um ein Versuchsprojekt, das die Gefühlswelt der Menschen erforscht. Wie wäre es, wenn man eine Tablette einnehmen könnte, um sich zu verlieben? Oder einen Tee trinken könnte, der einen stolz macht? Wie in Dürrenmatts „Der Mitmacher“ befasst sich auch das Junge Theater Winterthur nicht nur mit einem „Was wäre wenn“-Gedankenspiel, sondern hinterfragt kritisch die Beziehung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Spannend an der Inszenierung war, dass gewisse Schauspieler ein Gefühl dieses Probanden spielten. Da gab es also eine Rolle „Zorn“ oder „Angst“, etc. Und mit diesen Gefühlen interagierte Alex auf der Bühne. Zudem komponierte die Studentin für Film- und Theatermusikkomposition, Rosanna Zünd, eigens Musik für die Aufführung. Mit einer fünfköpfigen Band wurde die Musik an den Aufführungen live gespielt.

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